Endlich, mein eigener Blog!

Und es geht schon gleich gut los mit der Gretchenfrage: womit soll ich starten? Was ist der richtige Einstieg? Welche Themen interessieren, polarisieren und brennen dir am meisten unter den Nägeln?

Bevor mich diese Frage wochenlang umtreibt und ich am Ende noch mit Pro & Kontra-Listen unter einem Baum sitze, entscheide ich mich lieber spontan und gehe gleich in die Vollen…..und erkenne, dass das für mich und meinen ganz eigenen kleinen Geschichten-Raum, nicht die richtige Vorgehensweise ist. Denn hier geht es ganz subjektiv um mich. Um mich und um meine Welt. Wie ich sie sehe, wenn ich mit meinen Jungs unterwegs bin oder während der Arbeit in meiner Praxis. Und es geht darum, was ich dir gern erzählen, zeigen, näherbringen möchte. Was ich wichtig finde.

Und im besten Fall gefällt es dir und du gehst ein Stückchen mit mir mit.
Vielleicht auch nur mal mehr und mal weniger. Was soll´s, finden wir es raus!

Und deshalb, gibt es gleich zum Einstieg schwere Kost. Ich habe mich, in meinem ersten Blog-Artikel, für ein Thema entschieden, dass mir auf der einen Seite schon öfter den letzten Nerv geraubt hat, als kaum ein anderes Thema, mich aber auf der anderen Seite so tief berührt, wie sonst nur wenige. Es geht um das Thema Tierkommunikation.

Neben der Tierheilpraktikerin, bin ich auch ausgebildete Tierkommunikatorin nach Penelope Smith, zertifiziert durch Sonja Wiese. Durch meine inzwischen gesammelten Erfahrungen in der Tierkommunikation und meiner Energiearbeit bin ich davon überzeugt, dass alles miteinander verbunden ist, wiederkehrt und im Gespräch ist. Wir müssen nur wieder lernen, hin- und zuzuhören. Über die Tierkommunikation habe ich die Möglichkeit, mit deinem Tier auf mentaler Ebene in Kontakt zu treten. Allerdings war ich davon nicht immer überzeugt.

Die Tatsache, dass ich Tierkommunikation anbiete, bei der Behandlung meiner Patienten aber auch total auf Laborwerte und Mineralstoffanalysen abfahre und neben den naturheilkundlichen Verfahren auch gern mal mit einem Ohr horche, was die Schulmedizin sagt, macht den größten Spagat meiner Arbeit aus.

Auf dem Weg zu meinem ersten Tierkommunikations-Seminar dachte ich, das ist alles Hokuspokus und kam mir ziemlich bescheuert vor. Ich hatte das Seminar nur gebucht, mit dem Plan, abends feixend nach Hause zu fahren. Und weil mir die Kursleiterin versichert hatte, dass ich jederzeit abbrechen kann und dann auch nur das zahlen muss, was ich bis dahin in Anspruch genommen hätte. Die gesamte Ausbildung sollte über sechs Monate laufen. Wenn der Tag vorbei ist, dachte ich, habe ich die Gewissheit, dass das alles totaler Blödsinn ist und ich kann das Thema abhaken. Aber es kam natürlich anders, sonst gäbe es in meiner Praxis dieses Angebot nicht.

Ein paar Stunden später, nachdem Vorstellungsrunde, die Einweisung, inklusive ethischer Prinzipien für Tierkommunikatoren, und einstimmende Meditation abgeschlossen waren, fand ich mich in einem Seminarraum auf dem Fußboden sitzend, mit fünf, mir völlig fremden Frauen wieder. Jede von uns hatte das gleiche Tierfoto vor sich und die gleiche Fragestellung. In Gedanken hatte ich mein Auto schon angeschmissen, um aus diesem Irrsinn auszusteigen. Ich hatte gehofft, wir würden uns die Tiere wenigstens live dabei angucken. Jede von uns sollte notieren, was sie während der Kommunikation in Erfahrung bringen kann, um es im Anschluss der Reihe nach vorzustellen. So konnte sich keine von uns einfach ihrer Vorrednerin anschließen sondern musste die eigenen Notizen vortragen.

Vier Teilnehmerinnen, eine Kursleiterin, fünf Notizblöcke und ein Ergebnis. Mein erster Gedanke war, dass man uns was ins Getränk gekippt hat.

So ging es den ganzen Tag weiter. Foto, Fragestellung und im Anschluss Ergebnisse kontrollieren. Sie stimmten immer überein, bis auf minimale Abweichungen. Die eine bekam eher Bilder übermittelt, bei der nächsten waren es eher Emotionen und unsere Kursleiterin kommunizierte in ganzen Sätzen. Bei einem der letzten Fotos (ein riesengroßer roter Kater) hatte ich nichts. Gar nichts. Eine leise Stimme in meinem Kopf nahm das als Zeichen dafür, dass ich doch noch nicht verrückt geworden wäre, aber alle anderen hatten auch nichts. Unsere Kursleiterin jubelte. Sie freute sich, dass wir so einen Fall gleich am Anfang auch dabei hätten, denn nicht jedes Tier lässt mit sich reden. Vor allem Katzen sind da nicht immer kooperativ. Man kann es dann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen aber manchmal hat man einfach kein Glück.

Das Ende der Geschichte ist, dass ich die Ausbildung damals abgeschlossen habe und in dieser Zeit unglaublich viel gelernt habe.

Jede Kommunikation ist anders, so wie jedes Tier anders ist. Manche sind so mitteilungsbedürftig, dass es schwer ist, die eigentlich gewünschte Information zu bekommen, einige sind total albern und können sich nicht konzentrieren und andere wiederum haben einfach keine Lust.

Ein paar Dinge gibt es zu beachten:

  • Ich urteile nicht und ich bewerte auch nicht. Die Übermittlung des Tieres ist absolut subjektiv und kein Tier ist vertraut mit Logik, wie wir sie kennen.
  • Die Suche nach vermissten Tieren oder Kontakt mit bereits verstorbenen Tieren biete ich nicht an.

 

Außerdem unterliegen ausgebildete Tierkommunikatoren nach Penelope Smith einem Ethik-Code, der unter anderem besagt dass:

  • nur der Halter des Tieres bei mir ein Gespräch in Auftrag geben kann und nur mit dem Halter spreche ich darüber. Die Ergebnisse sind absolut vertraulich. Aufträge von Dritten nehme ich nicht an.
  • es nicht die Aufgabe der Tierkommunikation ist, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Gedanken, Gefühle und Schmerzen, wie sie das Tier wahrnimmt und übermittelt, können aber für eine Behandlung des Tierheilpraktikers oder Tierarztes sehr hilfreich sein.

 

Ich muss nicht alles verstehen. Manchmal reicht es mir, wenn ich weiss, dass es funktioniert. Und nur, weil ich etwas nicht sehen oder belegen kann, heisst es nicht, dass es nicht existiert. Wieviel Zauber du in dein Bewusstsein lässt, entscheidest nur du allein.