So sehr ich Tiere liebe, so sehr hasse ich Zecken. In dem Raum dazwischen muss ich irgendwie die Lösung finden, um dem Tier bei der Parasitenabwehr möglichst gar nicht und den blöden achtbeinigen Viechern so erfolgreich wie möglich zu schaden. Das Ganze auch noch beruflich und weil zu dieser Zeit des Jahres Zeckenschutz eins der großen Themen ist (wie jedes Jahr), gibt´s hier für dich diesen Artikel.

Es gibt viele Möglichkeiten, etwas gegen Ektoparasiten zu tun. Bravecto ist hierbei mit Abstand das Mittel, das die Gemüter am meisten erhitzt.

Es lautet also die Frage: „Bravecto ja oder nein und wenn ja, warum nicht?“ Oder so. Und so lautet sie jedes Jahr. JE. DES. JAHR. seit es diese Tablette gibt. Also seit Anfang 2014 innerhalb der EU.

Die Internetforen sagen, diese Tablette ist schädlich bis zum Tod, die Pharma-Ecke sagt, das ist alles Quatsch.

Du stehst mitten drin und hoffst auf Infos, die weder von einem manischen Chemie-Gegner, noch von einem finanziell Profitierenden stammen.

Nun, ich versuch`s mal. Hier sind meine Gedanken dazu. Los geht´s:

Grundsätzlich kann Gruppendynamik eine gefährliche Sache sein, weil der Mensch im Allgemeinen leider dazu neigt sich zum Lemming zu machen. In meiner Welt gilt allerdings nach wie vor: Nur weil man etwas Falsches möglichst oft und besonders laut wiederholt, wird es nicht richtiger. Aber was ist hier richtig und was falsch?

Ich lasse die Katze gleich aus dem Sack und gestehe, dass ich dir nach all meinen Recherchen nicht den heiligen Gral präsentieren kann. Wie bei jeder Überlegung, die Gesundheit deines Tieres betreffend, spielen auch hier individuelle Begleitumstände eine tragende Rolle (darauf komme ich am Schluss noch einmal zu sprechen). Trotzdem hab ich ein paar Infos für dich, die dir vielleicht bei der Entscheidung helfen, welche Parasitenprophylaxe zukünftig für dein Tier eine gute ist.

Warum diese Tablette überhaupt so einen Siegeszug hingelegt hat, ist mir bis heute schleierhaft.

Aber fangen wir ganz vorne an. Warum unternehmen wir denn etwas gegen Zecken, Flöhe, Mücken & Co? Nicht nur, weil sie lästig bis eklig sind (je nach persönlicher Schmerzgrenze), sondern vor allem, weil sie Krankheiten übertragen.

Wenn du dich nun für ein Mittel entscheiden sollst, gibt es prinzipiell zwei verschiedene Herangehensweisen: du kannst eins wählen, das den Parasiten abtötet (insektizide/akarizide Wirkung) oder, das den Parasiten abstößt (repellierende Wirkung). Den Parasiten abtöten zu können, setzt voraus, dass er kommt und andockt. Abstoßend heisst, der Parasit kommt erst gar nicht.

In der Regel gibt es die abstoßenden Präparate für „oben drauf“, also als Halsband oder als flüssiges Spot-On und die abtötenden für „rein“, also als Tablette (Für Katzen gibt es, soweit ich weiß, Bravecto nur als Spot-On). Solltest du mal über die Begriffe „Simparica“ oder „NexGard“ stolpern – die sind Bravecto gleichzusetzen, weil sie identisch wirken.

Hin und wieder hört man immer noch den Vorwurf, dass Bravecto zugelassen wurde ohne vorher ausreichend getestet gewesen zu sein. Das ist so nicht richtig. Es wurde getestet. Auch so, dass es gemäß den entsprechenden geltenden Vorschriften zugelassen werden konnte. Das hat alles seine Richtigkeit, allerdings haben die meisten von uns von diesen Versuchsreihen ein falsches Bild.

Bravecto wurde 2014 zur Zulassung gebracht. Der Hersteller schreibt auf seiner Internetseite bravectofacts.com: „ Im Gegensatz zu ganzheitlichen Behandlungen wurde BRAVECTO® strengen Testverfahren und Studien unterzogen, die für weltweite Zulassungen durch die Behörden erforderlich waren. Damit unterliegt BRAVECTO® der strengen Überwachung durch die Zulassungsbehörden auf der ganzen Welt.“. Tja, was soll ich sagen? Das ist richtig. Aber wie so oft ist dieser Text mehr Schein als Sein. Eine Studie der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hab ich gefunden, die sogar mit gut 500 Hunden durchgeführt wurde. Erste Studien, die vor Zulassung durchgeführt wurden, sind mal mit 16, mal mit 48 Hunden und das einmalig über einen Zeitraum von 12 Wochen gefahren worden. Nachlesen kannst du das hier: Bravecto TM – translations.

Diese Studien wurden abschließend zusammengefasst und übersichtlich in „Hintergrund“, „Methoden“, „Ergebnisse“ und „Schlussfolgerungen“ aufgeführt. Bei einer dieser Studien von Wengenmayer et al aus dem Jahr 2014 wird unter „Hintergrund“ unter anderem genannt: „Pathogene, die von Zecken auf Hunde übertragen werden (…) sind ein zunehmendes weltweites Problem. Eine Methode, die Übertragung der Pathogene auf Hunde zu verhindern, ist es, die Zecke vor der Übertragung abzutöten. Fluralaner (Bravecto™) ist ein neuartiges Insektizid und Akarizid (…), das eine lang anhaltende systemische Wirkung gegen Parasiten bietet.“ Öhm…klar, das ist eine Möglichkeit, aber nenn mich einfältig, ist es nicht schlauer, die Viecher kommen erst gar nicht an das Tier?

Das war im Jahr 2014, aber Langzeitstudien gibt es auch heute noch nicht. Die Packungsbeilage (auf Schlau „Fachinformation“) sagt zu Nebenwirkungen:

„Milde und vorübergehende gastrointestinale Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und vermehrter Speichelfluss wurden häufig in klinischen Studien beobachtet (bei 1,6% der behandelten Hunde). In sehr seltenen Fällen wurde in Spontanmeldungen (Pharmakovigilanz) von Krämpfen und Lethargie berichtet. Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

– Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
– Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
– Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
– Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
– Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.“

Diese Definition hat sich die Firma MSD, die Bravecto vertreibt nicht ausgedacht, sondern die Einteilung, wann eine Nebenwirkung zum Beispiel mit „häufig“ oder „selten“ gekennzeichnet werden muss, ist vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorgegeben.

 

Mein persönliches Highlight im Bravecto-Beipackzettel sind die besonderen Warnhinweise:

„Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:
Parasiten müssen mit der Nahrungsaufnahme auf dem Wirt beginnen, um gegen Fluralaner exponiert zu werden. Deshalb kann ein Risiko der Übertragung von Krankheiten durch Parasiten nicht ausgeschlossen werden.“

Ach guck… Haben wir nicht eben noch von Wengenmayer & Co gehört, dass der Hintergrund, warum diese Tablette überhaupt entwickelt wurde, der ist, die Übertragung der Krankheitserreger auf das Tier zu verhindern und die Methode der Wahl dabei ist, die Zecke vor der Übertragung abzutöten?

Wäre das ein Schulprojekt meiner Kinder käme als Kommentar vom Lehrer „Setzen, sechs, am Thema vorbei.“

Selbst diese Hammerkeule wirkt nämlich nicht sofort. Ein Weilchen hat der Schmarotzer schon Zeit, es sich gemütlich zu machen, bis die totbringende Wirkung einsetzt. Dumm ist dabei nur, dass es Krankheiten gibt, wie zum Beispiel Leishmaniose und FSME, dessen Erreger (wenn die Zecke denn Träger ist) sofort nach Andocken übertragen werden. Gibt´s bei uns noch nicht so häufig, das ist richtig. Aber für Reiseschutz ist diese Tablette dahingehend schlicht kompletter Müll.

 

Und last but not least Fachinformation die Dritte:

„Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Bei Hunden mit bekannter Epilepsie mit Vorsicht anwenden.“

Dieser letzte Punkt ist ganz interessant, denn den gab es bei Markteinführung im Beipackzettel noch nicht. Das heißt, hier haben Tierärzte und Halter schon ihre Verantwortung wahrgenommen und haben dem Aufruf Folge geleistet, ihre Beobachtungen bezüglich noch nicht erfasster Nebenwirkungen nach Gabe des Präparates zu melden.

Dafür gibt es ein gemeinsames Projekt des Paul-Ehrlich-Instituts, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und der Bundestierärztekammer, die die Möglichkeit einer Online-Meldung geschaffen haben. Nicht nur für Bravecto. Diese Möglichkeit gibt es für jedes auf dem Markt befindliche Medikament. Die Daten werden vertraulich behandelt. Hier ist der Link: www.vet.uaw.de.

Allerdings kannst du das nicht alleene, sondern das muss dein Tierarzt ausfüllen. Der hört dir nicht zu? Ja, dann mal Ellenbogen raus. Entweder durchsetzen oder neuen suchen. Den Guten ist sehr daran gelegen, auf dem Markt befindliche Medikamente besser zu machen, solange es auf verantwortungsvolle fundierte Weise geschieht.

Ich sehe es durchaus so, dass sowohl wir, als auch unsere Tiere heute noch großflächig an den vorsintflutlichsten Seuchen krepieren würden, wenn die Medizin sich nicht weiterentwickelt hätte.

Meckern als einzige Aktion macht nichts besser und niemandes Tier gesund. Aufklärung ist sicher der Weg, auch bei diesem Thema.

Trotzdem ist die Entwicklung dieses Präparates für mich persönlich gefühlt ein Jahrhundertrückschritt. Wir haben bereits wirksame Mittel gegen Ektoparasiten (lass uns vorerst bei den chemischen bleiben) und zwar die mit repellierender, also abstoßender Wirkung. Präparate, die als Wirkstoffe synthetische Insektizide (auf Schlau „Pyrethroide“) haben, wie z.B. Permethrin. Also Gift, genau wie Bravecto. Schlimm genug.

Warum müssen wir denn noch einen Schritt weiter gehen und auch dieses Gift in das Tier bringen?

Leider sind Pyrethroide für Katzen nicht geeignet, denn sie rufen bei ihnen lebensbedrohende Vergiftungserscheinungen hervor. Soweit ich weiß, ist lediglich das Seresto-Halsband mit dem Wirkstoff Flumethrin (auch ein Pyrethroid) erhältlich.

Wenn ich meine drolligen fünf Minuten habe, stelle ich mir vor, dass Wissenschaftler nur neue Medikamente entwickeln, weil sie gelangweilt in ihrem Wissenschafts-Wochenendclubhaus zusammensitzen und sagen: „Hey, keinen Bock mehr auf Scrabble, lass mal´n neues Medikament entwickeln.“ Das fände ich sogar ganz putzig, aber die Realität ist deutlich gruseliger, denn meistens wird entwickelt, was den Markt gut bedient. Verkaufen muss sich ein Präparat am Ende des Tages. Und nun kommt die Stelle an der wir uns wohl an die eigenen Nasen fassen müssen.

Denn was ist nach Markteinführung passiert? Wollte das Zeug keiner haben, weil wir uns alle so intensive Gedanken über die Gesundheit unserer Tiere machen? Äh, nö. Es ging weg wie warme Semmeln. Auf den Hundeplätzen gab es damals kein anderes Thema mehr.

Schon gehört? Tablette gegen Zecken, wirkt drei Monate. Geil, wie praktisch!

Facebook-Gruppen und Internetforen sind voll von Haltern, die schlechte Erfahrungen mit diesem Medikament gemacht haben. Oder gemacht haben wollen. Ich weiß es auch nicht.

Aber Leudde, auf die Gefahr, dass ich mir damit keine Freunde mache: Viele von denen, die jetzt am lautesten schreien, waren die ersten an der Spritze…äh Tablette.

Warum ist es denn nicht so gelaufen, dass das Zeug auf den Markt kam und keiner hat´s gekauft? Die bösen Tierärzte? Nee, nee, nee.

Ein Zeckenschutz für „oben drauf“ ist nicht immer einfach zu handhaben, nicht wahr? Wenn dein Tier viel ins Wasser geht, ist das doof. Und wenn du kleine Kinder hast, ist das auch doof. Und so ein Halsband geht auch mal kaputt. Ja, ja und ja. Aber Hand auf´s Herz: Die Bequemlichkeit lässt grüßen, oder? Bei uns zuhause zählte unsere Jüngste drei Lenze als der erste Hund kam. Zeckenschutz, gebe ich gern zu, gab es chemisch als Spot-On. Seit wann können Kinder denn nicht mehr lernen, wann sie etwas anfassen dürfen und wann nicht? Und wenn sie noch zu klein sind, um das zu lernen, liegt es in der Verantwortung der Erwachsenen. Und wenn das ein Problem ist, gibt es eben vielleicht erstmal noch kein Tier?

Wo liegen deine Prioritäten?

Manchmal muss man warten, bis es besser passt. Aber im Warten sind wir nicht mehr so gut. Alles ist immer verfügbar, also warum warten? Und praktisch, ja mein Gott, praktisch soll es bitte auch sein. Da ist nur noch eine Pille mit minimalem Aufwand doch die Lösung, oder? Wir können dem Kind nicht sagen, dass es die Finger vom Hund lassen soll. Wir können dem Hund nicht verwehren, ins Wasser zu gehen. Er tut es doch schließlich so gern. Hm…was sagt das über uns?

In meiner Wunschwelt wäre die Entwicklung genau umgekehrt. Da würde es heißen: „Wir mussten unsere Tiere bisher immer stark chemisch belasten, um die Parasiten in den Griff zu kriegen aber, tatatataaaa, inzwischen ist es uns gelungen, etwas zu entwickeln, das nur noch äußerlich angewendet werden muss. Viel schonender für den gesamten Organismus.“ Aber in echt, live und in Farbe ist es andersrum. Sind wir noch ganz dicht?

Positiv zu verzeichnen ist dennoch, das will ich gar nicht verschweigen, dass sich Bravecto zum Beispiel bei starker Flohspeichelallergie oder bei schweren Fällen von zuvor therapieresistentem Milbenbefall als Segen für viele Hunde erwiesen hat. Damit sind wir bei den oben genannten Einzelfällen angelangt. Wie so oft in der Medizin müssen Wirkung und Nebenwirkung sorgsam gegeneinander abgewogen werden.

So. Und wenn ich nun aber partout gar keine Chemie nehmen möchte? Was gibt´s denn dann? Tatsächlich ist dieses Feld noch weiter und noch unübersichtlicher als das chemische. Hier ist es nur nicht ganz so laut.

Hinzu kommt, dass es Rassen gibt, die für bestimmte Krankheiten eine gewisse Anfälligkeit mitbringen. So wie es Tiere gibt, die in Gebieten leben, die stärker von Zecken besiedelt sind als andere. Und dann gibt es, davon bin ich fest überzeugt, Tiere, die eher ins Ektoparasiten-Beuteschema passen, als der Rest. Das glaube ich tatsächlich. Ähnlich wie bei uns Menschen und den Mücken. Beim Grillfest hast den ganzen Abend keinen Stress, wenn ich dabei bin. Die Mücken sind alle bei mir.

Von mir gibt es zum Thema Zeckenschutz keine pauschale Antwort. Weder für die chemische, noch für die naturheilkundliche Variante. Dafür spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle: Welchen Immunstatus hat das Tier, wie alt ist es, sind Allergien bekannt, ist es viel im Wald und im hohen Gras, Einzel- oder Gruppentierhaltung, gibt es in der Gegend überhaupt viele Zecken, leben kleine Kinder mit im Haushalt oder immunschwache Personen und wie hoch ist deine eigene Ekelgrenze den Viechern gegenüber?

 

Ich kann nicht einfach Kokosöl empfehlen und damit hat sich´s.

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlichte am 01. Februar 2017:

„Da in den Studien zur Zulassung eines Tierarzneimittels die Anzahl der Tiere begrenzt ist, werden folglich nur Nebenwirkungen in der Gebrauchsinformation abgebildet, die in diesen Studien aufgetreten sind. Erst nach Markteinführung und einer häufigen Anwendung können seltene und sehr seltene unerwünschte Arzneimittelwirkungen entdeckt werden. Die Zulassungsbehörden prüfen alle UAW-Meldungen eingehend und bewerten anhand eines wissenschaftlichen Algorithmus, ob das verdächtige Arzneimittel Auslöser der beobachteten unerwünschten Symptomatik sein könnte. Unerwünschte Reaktionen können dabei auch Ausdruck der Erkrankung sein, die Anlass für die Behandlung gegeben hat. Sie können genauso auf eine unerkannte gesundheitliche Störung hinweisen und nur zufällig nach der Verabreichung eines Arzneimittels auftreten, welches dann irrtümlich verdächtigt wird, die Reaktion verursacht zu haben.“

Ich könnte jetzt noch ein neues Fass aufmachen, dass man sich gar nicht so genau Gedanken darüber machen darf, wie unwissend alle Beteiligten zum Zeitpunkt der Markteinführung eines Medikaments anscheinend noch sind, aber dann komme ich gar nicht mehr von Bord.

Ich kann nicht sagen, ob es stimmt, dass Bravecto krank macht, Epilepsie oder schlimmeres verursacht. Ich kann es mir vorstellen, das ja. Sofort. Aber noch einen Artikel, der nur auf die Tonne haut, braucht kein Tier. Diese stattfindende Hetze verunsichert Rat suchende Tierhalter mehr als es hilft. Ich habe mir große Mühe mit der Recherche gegeben und du kannst mir glauben, dass ich sehr gern mehr Belegbares gefunden hätte. Aber je mehr man gräbt, desto mehr lösen sich die Anschuldigungen in Rauch auf.

Trotzdem mache ich keinen Hehl daraus, was ich von diesem Mittel halte. Mir ist schon schlecht, wenn ich lese, wie es wirkt. Nämlich über das Blut des Tieres. Die Zecke, der Floh oder what ever beißt und fällt im wahrsten Sinne des Wortes tot um und ein Risiko der Übertragung von Krankheiten durch Parasiten kann trotz allem nicht ausgeschlossen werden. Na danke.

Bestimmt hast du dir einen klareren Schluss für diesen Artikel gewünscht, aber hier gibt es für mich kein schwarz oder weiß.

Viel wichtiger ist mir, dass du eine gut informierte eigene Entscheidung für dein Tier triffst und dass du weißt, wie du helfen kannst, die Anwendung dieses Mittels sicherer zu machen.

 

Lass es deinem Tier gut gehen!

Claudia

 

PS: Du hast dich bis zum Ende durchgekämpft und hast gar keinen Hund, sondern gehörst zum Katzenpersonal? Zecken- und Flohprophylaxe ist, wie so vieles bei den kleinen Herrschern, einen eigenen Artikel wert. Kommt noch, versprochen!